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Manipulierter Mainstream

von WM (Kommentare: 0)

Wir leben in einer Welt, die einem rasanten Wandel unterworfen ist. Es ist nicht nur der Fortschritt in technischen Belangen, der den Menschen immer neue Möglichkeiten eröffnet, sondern auch die Veränderung der Wertvorstellungen, die das gesellschaftliche Leben beeinflussen.


Anfang des Kulturwandels

Im 19. Jahrhundert wurde im Zuge der Aufklärung die Macht der Kirche angegriffen. Für viele war die Beschneidung und Zurückbindung dieses Einflusses ein befreiendes Element. Doch tiefer betrachtet ging der Angriff nicht allein gegen ein von Menschen geschaffenes Machtzentrum, es war ein Angriff auf die Autorität des Wortes Gottes, das nicht mehr die bestimmende Rolle zu spielen hatte. Mit dem Aufkommen des Darwinismus und den in England entstandenen Ideen des Sozialismus wurde ein vom Menschen dominiertes Weltbild das Mass aller Dinge. Verschiedene Philosophen wie Rousseau, Voltaire, Kant, Nietzsche und Sartre, um nur einige zu nennen,  haben in den letzten 200 Jahren das Baumaterial für das Bild des Gutmenschen geliefert. Marx und Engels setzten mit ihrer Ideologie der Befreiung der arbeitenden Masse eine Bewegung in Gang, welche zur Gründung des ersten atheistischen Staates, der Sowjetunion, führte.
Das grosse Schwungrad, welches diese Umwälzung ermöglichte, war der Erste Weltkrieg, der das Bild vom alten Europa völlig veränderte. Man darf nicht vergessen, dass es christliche Länder waren, die aus verletztem Stolz und falsch verstandener Staatsräson diesen Krieg vom Zaun brachen. Die Kontrolle über das Geschehen entglitt den Führenden vollständig und liess Entscheidungen zu, welche in ihren Auswirkungen nicht vorhersehbar waren. Die Unterstützung der russischen Revolutionäre um Lenin durch den deutschen Kaiser erweckte eine finstere Macht zum Leben.
Dabei gelang es einer relativ kleinen Gruppe, durch geschickte Manipulation und Ausnutzung der Gunst der Stunde, die Macht im grössten Land der Erde an sich zu reissen. Dabei verlor das Leben des einzelnen Menschen jedoch jeglichen Wert. Kirche und Glaube wurden von einer neuen Institution verdrängt, der Partei, welche nun das Geschick der Menschen bestimmen sollte.
Die neuen Freiheiten währten nicht lange. Statt unter der Polizei des Zarenreichs hatte die Bevölkerung nun unter der Willkür der Parteifunktionäre zu leiden. Kritische Stimmen verstummten rasch. Sie wurden entweder liquidiert oder deportiert. Nach Lenin kam Stalin, der mit grosser Eifersucht darüber wachte, dass ihm keine Person irgendwie gefährlich werden konnte. Zugleich benutzte er die Partei zur Orchestrierung der Bevölkerung, welche mit der Zeit einer Gehirnwäsche unterzogen wurde.

 

Totalitär beherrschtes Europa

Nach dem Ersten Weltkrieg und der Neuordnung Europas entstanden neben dem bolschewistischen Staat in Russland weitere totalitäre Regime in Europa. In Italien ergriff in den Zwanzigerjahren der Faschismus unter Führung von Benito Mussolini die Macht. In Deutschland waren es 1933 die Nationalsozialisten, die mit Adolf Hitler als Sieger aus den Wahlen hervorgingen. In beiden Ländern lief die Entwicklung ähnlich. In riesigen Volksaufmärschen wurde die Bevölkerung gleichgeschaltet. Es galt nur die Meinung der herrschenden Partei und ihres Führers. Die Nationalsozialisten arbeiteten zielstrebig auf die Erweiterung ihres Machtbereichs hin. Die anderen europäischen Staaten waren nicht stark genug, dem Ansinnen Hitlers Einhalt zu gebieten, was schlussendlich zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs führte.
Während der ganzen Kriegszeit wurden in den genannten Staaten Menschen wegen ihrer Gesinnung verfolgt. Darunter zu leiden hatten auch Christen, die sich zu ihrem Glauben bekannten. Neben bekannten Namen wie Dietrich Bonhoeffer, der vom Naziregime hingerichtet wurde, ist auch Pfarrer Wilhelm Busch zu erwähnen, der verschiedentlich von der Gestapo beschattet und verhaftet wurde. Seine Erlebnisse aus der Nazizeit hat er in seinem Buch „Freiheit aus dem Evangelium“ festgehalten. Es ist ein ermutigendes Zeugnis eines Christen, der allen Einschüchterungsversuchen widerstand und Christus nicht verleugnete.
Die Unterdrückung der Glaubensfreiheit blieb auch während der Zeit des Kalten Krieges in den Staaten des Ostblocks bestehen. Die Partei bestimmte, was ein Mensch zu denken hatte. Christen wurden in den meisten Staaten in Arbeitslager deportiert, in Gefängnisse geschleppt und gefoltert. Erwähnt sei hier der rumänische Pfarrer Richard Wurmbrand, der viele Jahre im Gefängnis verbrachte. Er war der Gründer der „Hilfsaktion Märtyrerkirche“, der heutigen „Hilfe für Mensch und Kirche“ (HMK), die sich weltweit für die verfolgten Christen einsetzt.


Der Druck des Mainstream

Auch wenn heute in den westlichen Ländern Glaubensfreiheit herrscht, sind doch Tendenzen erkennbar, welche diese einschränken wollen. Es sind nicht mehr Diktatoren oder Parteigremien, die Druck auf die Meinungsäusserung ausüben. Diese Rolle wird vor allem von Massenmedien und Gruppierungen übernommen, welche eine dominante Haltung einnehmen. Ausgangspunkt dafür ist die 68er Bewegung mit ihrer sexuellen Revolution. Sie stellte die bestehende gesellschaftliche Ordnung zu Ehe, Familie und Staat in Frage. Aus der neuen, revolutionären Gesinnung entsprangen der Feminismus, die Gender-Mainstream-Ideologie sowie die Schwulen- und Lesbenbewegung, welche heute alle Einfluss auf die Meinungsbildung zu nehmen versuchen. Diese Ideologien stehen im Widerspruch zum Menschenbild der Bibel. Auch ist es den Protagonisten dieser Bewegungen gelungen, auf den Gesetzgebungsprozess in den westlichen Ländern einzuwirken. Unter dem Deckmantel der Wahrung von Menschenrechten sind Bestrebungen vorhanden, anderslautende Ansichten als Diskriminierung der Betroffenen zu taxieren und diese mittels einer angepassten Gesetzgebung unter Strafe zu stellen.
Es ist eine neue Art von Vorschrift, was der Mensch zu glauben und zu denken hat. Vieles erinnert an die drei Freunde von Daniel, die sich vor Nebukadnezars Götzenbild zu verneigen hatten. Es waren nicht die Gesetzeshüter, welche ihre Weigerung zur Anklage brachten, sondern Menschen aus ihrer Umgebung. Sie stiessen sich daran, dass die drei nicht die Götter der Babylonier anbeten wollten. Doch blieben die jungen Männer standhaft ihrem Glauben treu und widersetzten sich dem Befehl auch unter Androhung der Todesstrafe.
Das Bekenntnis zu den biblischen Werten wird eine immer grössere Herausforderung werden, da diese dem herrschenden Zeitgeist  in zunehmendem Masse widersprechen. Das Vertreten der göttlichen Ordnungen wie Schutz des ungeborenen Lebens, des Alters, der Ehe und der Familie, steht immer mehr im Konflikt mit der geltenden „Political Correctness“. Man darf sich nicht mehr frei äussern und Sünde nennen, was die Bibel als Sünde bezeichnet. Man ist gespannt, wie lange es gehen wird, bis sich ein Prediger vor einem Gericht verantworten muss, weil er wilde Ehe oder den homosexuellen Lebensstil auf Grund der Bibel als Sünde bezeichnet. Haben wir den Mut, uns zu Gottes Wahrheit zu stellen oder werden wir Kompromisse eingehen? Gottes Wort behält seine Gültigkeit. Deshalb gilt auch der Vers: Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süß und Süßes bitter nennen! (Jesaja 5:20/Schlachter Übersetzung). Die Christen werden weiterhin um die Freiheit zum Bekenntnis ringen müssen und es ist Mut gefragt, um den Einschüchterungen begegnen zu können. Auf diesem Grund ist die christliche Gemeinde gebaut und hat bis heute standgehalten.

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