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«Wahre Liebe wartet»

von Josua Hausmann (Kommentare: 0)

Der Ursprung liegt  in den USA. Dort wurde «True Love Waits» 1992 von den Südbaptisten initiiert und durch das mediale Interesse Millionen von jungen Menschen in verschiedenen Ländern und Erdteilen in kurzer Zeit bekannt. «Wahre Liebe wartet» ist eine internationale Initiative, in der die zeitlose Überzeugung «Kein Sex vor der Ehe» vertreten wird. Sexuelle Enthaltsamkeit bis zur Ehe ist eine christliche Tugend, die sich auf viele Teile des Lebens positiv auswirkt. Eine Überzeugung, die eben nie alt wird!

Alles begann 1992. Zwei christliche Teenager hatten das Gefühl, sie seien die einzigen beiden Jungfrauen an ihrer Schule. Sie klagten ihr Leid dem Jugendpastor. Dieser war überzeugt, dass dies nicht stimmte. Er wusste aber auch, dass die beiden Mädchen ihre Überzeugung über kurz oder lang aufgeben würden, wenn sie weiter so dächten. Es musste etwas geschehen. Auf Nachfrage hin stellte er fest, dass die Mitglieder seiner Jugendgruppe ebenfalls entschieden waren, bis zur Ehe sexuell enthaltsam zu leben. Sie entschlossen sich, diese Entscheidung nicht für sich zu behalten, sondern öffentlich zu machen, um andere zu motivieren und diesen Lebensstil wieder zu thematisieren. Etwas mehr als ein Jahr später steckten im Rasen vor dem Weissen Haus über 210’000 Unterschriftskarten.


Die Bewegung wurde darauf weltweit von Jugendlichen verschiedenster Denominationen aufgegriffen und weitergetragen. In Europa fasste sie zuerst in Deutschland Fuss, die Schweiz folgte kurz darauf. Ein wichtiger Teil der Arbeit war die Vorstellung von «Wahre Liebe wartet» (WLW) durch Teams von Jugendlichen in Jugendgruppen, Teenagerclubs und auch Schulklassen. Dort berichteten Jugendliche ihren Altersgenossen, wie sie mit diesem Thema umgingen und motivierten jeweils zur Entscheidung durch das Unterschreiben der Karte mit folgendem Versprechen:
«Durch die Gnade Gottes verpflichte ich mich ab heute vor Gott, mir selbst, meiner Familie, meinen Freunden und meinem zukünftigen Ehepartner, bis zum Tag meiner Heirat sexuell rein zu bleiben.»
Eine weitere Aktivität war die Teilnahme an diversen Jugendkongressen mit einem Infostand. Dies erstreckte sich von freikirchlichen Veranstaltungen wie der Explo bis hin zum katholischen Jugendtreffen inklusive päpstlicher Präsenz.

«Wahre Liebe wartet» hatte und hat viele Facetten:

Weltweit
Mit der Aktion «seize the net» wurden 2001 am Valentinstag innerhalb von 47 Stunden 31’000 WLW-Karten online unterzeichnet.

Europäisch
Zwei Mal fand ein europäisches Treffen in der Schweiz statt, mit weit über 1000 Teilnehmern! Zudem reiste ein Team eine Woche durch Deutschland, Belgien und die Schweiz und erreichte dadurch ebenfalls mehrere hundert Jugendliche.

National
Dank der wertvollen Unterstützung von ehemaligen Parlamentariern durften wir «Wahre Liebe wartet» beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) vorstellen. Darauf konnte mit lokalen Jugendlichen das Projekt «Sesso subito o amore per sempre» durchgeführt werden, um WLW im Tessin zu thematisieren.

Prominent
Für Jugendliche sind Vorbilder und auch Stars sehr wichtig. Es war immer wieder motivierend, dass auch Leute im Rampenlicht zu dieser Einstellung stehen. Dies reichte von der Musikerin Rebecca St. James über Eishockey-Crack Mark Ouimet, Profisnowboarderin Ursula Bruhin und den brasilianischen Fussballweltmeister Edmilson bis hin zum Mister Schweiz 2000, Claudio Minder!

Öffentlich
Nach der Lancierung in der Schweiz gab es diverse Zeitungsberichte, Radio- und Fernsehinterviews mit Repräsentanten von WLW. Wir waren keine geschulten Medienleute, aber mit einer echten Überzeugung und Gottes Hilfe konnte so diese Botschaft öffentlich gemacht werden!

Ganz persönlich
Die Arbeit mit diesem Thema war immer auch eine ganz persönliche Herausforderung und zugleich Motivation, diese Entscheidung konsequent zu leben. Am eindrücklichsten waren aber nicht die grossen Events, sondern die ganz persönlichen Begegnungen, wie die folgende an einem WLW-Stand:
Ein junger Mann kam mit hängendem Kopf an unseren Stand. Im Gespräch meinte er, dass er den Lebensstil gutheisse, es für ihn aber schon zu spät sei mitzumachen. Er wisse, dass Gott vergeben habe und neu mache, aber es sei eben geschehen. Ich erklärte ihm, dass wenn Gott vergibt, er auch vergisst und dass die Entscheidung von heute an wichtig sei und er deshalb ebenfalls unterschreiben könne. Da hellte sich sein Gesicht auf, er unterschrieb und zog fröhlich von dannen! «Wahre Liebe wartet» – du bist es wert!
Im Grunde genommen ist die Entscheidung, mit dem Sex bis zur Ehe zu warten, eine ganz persönliche. Da aber jeder diese Frage zu beantworten hat, ist es für jeden von uns eine gute Gelegenheit, diese Einstellung zu thematisieren. Oft ist dieses Thema der Einstieg zum Gespräch über den Glauben und die ewige Hoffnung!


Heute wird diese Idee weitergetragen von «Young and Precious».

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