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Zeichen gesetzt – anstössige Werbung wurde entfernt

von SM (Kommentare: 0)

Der Valentinstag ist ein Brauch, die Liebe zu feiern – und zu vermarkten. Leider wird dieser Tag auch oft missbraucht, um Werbung für eine lustgesteuerte „Liebe“ zu machen, welche nicht von einem gegenseitigen Respekt und Verantwortungsbewusstsein geprägt ist. So hat zum Beispiel ricardo.ch, ein Versteigerungs-Onlineportal, die Tage vor dem 14. Februar eine Rubrik auf der Startseite aufgeschaltet, welche mit entsprechenden Bildern für sexuell-aufreizende Dessous wirbt.

Ein mutiges cft-Mitglied und Kunde von ricardo.ch hat die Initiative ergriffen und das Unternehmen kontaktiert mit der Bitte, diese Rubrik von der Website zu entfernen, da er solche Bilder als „degradierend für alle „normale“ Frauen“ empfindet. Die Antwort vom Kundendienst kam prompt: Eine Entschuldigung und gleichzeitige Erklärung, dass diese Artikelkategorie nach dem 14. Februar „nicht mehr so prominent platziert sein wird“. Der Kunde ist aber schliesslich König und gibt nicht so schnell auf: Er weist darauf hin, dass seiner Ansicht nach die Dessous-Rubrik und die dazugehörenden Bildern gegen die „allgemeine Verbotsliste“ von ricardo.ch verstossen. Diese verbietet Angebote, „welche sexuelle Inhalte aufweisen bzw. sich in einer entsprechenden Zweckbestimmung erschöpfen. Darunter fallen Pornographie jeglicher Art, Angebote mit sexuellem Inhalt oder Bezug sowie allgemein Angebote mit Jugend gefährdendem Inhalt.“ Zudem besuchten ja auch Kinder und Jugendliche oft diese Website, erklärt der Kunde. Kurz darauf wurden die Bilder ohne weiteren Kommentar des Kundendienstes von der Startseite entfernt. Und das vor dem 14. Februar.


Es ist ermutigend, wie man mittels eines nicht allzu grossen Aufwandes, mit freundlicher Beharrlichkeit und dem Äussern persönlicher Empfindungen etwas bewirken kann. Dieses gute Beispiel motiviert zur Nachahmung in ähnlichen Situationen.

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