SEK sagt Ja zur zivilrechtlichen Ehe für alle

Die reformierte Kirche befürwortet die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare auf zivilrechtlicher Ebene. Dies hat die Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) am 5. November 2019 in Bern beschlossen. Die Mehrheit des Kirchenparlamentes folgte dem entsprechenden Antrag des SEK-Rates (Exekutive) mit 45 zu 10 Stimmen bei 4 Enthaltungen. Es gehe hier nicht um einen Entscheid zur Einführung der kirchlichen Ehe für Homosexuelle, betonte SEK-Ratsmitglied Sabine Brändlin. Diese Kompetenz liege bei den Kantonalkirchen.

Der Kirchenbund empfiehlt den Mitgliedkirchen, den allfälligen neuen zivilrechtlichen Ehebegriff für die kirchliche Trauung vorauszusetzen. Die Pfarrerinnen und Pfarrer sollen aber weiterhin auf ihr Gewissen hören können. Die Gewissensfreiheit solle wie für alle anderen kirchlichen Amtshandlungen selbstverständlich gewahrt bleiben.

Ein Offener Brief wurde am 4. November dem Präsidenten der SEK-Abgeordnetenversammlung, Pierre de Salis, übergeben. Dieser Brief fand ein grosses Echo. Wie mitgeteilt wurde, haben ihn 6230 Personen aus reformierten Gemeinden (über 4300 aus der Deutschschweiz) unterschrieben. Dazu kommen 2200 Unterzeichnende aus anderen Kirchen, insgesamt also gegen 8500 Personen. Sie alle ersuchen die Abgeordneten des Kirchenbunds, der Eintracht in den reformierten Kirchen Sorge zu tragen und sich deshalb nicht für die Trauung gleichgeschlechtlicher Paare zu votieren.

cft Schweiz bedauert diesen Entscheid der Reformierten sehr und wird im nächsten Bulletin über das Thema berichten.

Bericht Idea zum Entscheid SEK

Bericht Idea zum Offenen Brief

 

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