Anlässlich der diesjährigen Jahrestagung von cft Schweiz, die am 26.April zusammen mit dem „Neuen Rütlibund“ in Jona durchgeführt wurde, hatten wir das Vorrecht den Islamwissenschaftler Dr. Christoph Wassermann und EDU-Nationalrat Christian Waber in unserer Mitte zu haben. Sie hielten interessante Vorträge zu aktuellen Themen.

Islam und Christentum

(Referat von Dr. Wassermann)
Auf der Erde gibt es ungefähr 800 – 900 Mio. Moslems, allein in der Schweiz übersteigt ihre Zahl bereits die Dreihunderttausender-Marke. Wie man sieht, ist der Islam keine tote, sondern, wie Doktor Wassermann sagte, eine quicklebendige Religion. Mit einer Verdoppelungszeit von nur 25 Jahren bricht der Islam alle Rekorde. Dies ist vor allem auf die kinderreichen Familien zurückzuführen. Der grösste Teil der Moslems ist unter 15 Jahre alt. Da die meisten Moslems in ärmeren Verhältnissen leben, ist es nicht erstaunlich, dass sie eines Tages am Wohlstand des Westens teilhaben wollen. Der Islam ist im Kommen. Es ist deshalb gut, sich mit dieser Religion auseinanderzusetzen, im Koran zu lesen und das Gespräch mit Moslems zu suchen.

Wer den Islam kennt, staunt vielleicht selbst über die verblüffenden Parallelen zum christlichen Glauben. Wie wir Christen glauben die Moslems an ein Leben nach dem Tod, an ein Endgericht, an eine Hölle und ein Paradies. Auch bezeichnen die Moslems neben dem Koran das Neue Testament, die Thora sowie die Psalmen als von Allah gegebene Bücher. Spricht man einen Moslem auf die göttliche Inspiration dieser heiligen Schriften  an, so erhält man als Antwort kein „Ja“, sondern ein „Ja, aber“. „Ja, aber die Christen haben das Neue Testament und die Psalmen gefälscht. Es ist nicht mehr der ursprüngliche Text, den man in diesen Büchern findet.“ Trotz den vielen Gemeinsamkeiten widersprechen sich die beiden Religionen in den wesentlichen Punkten, vor allem in dem, was den Glauben an Jesus anbelangt. Nicht nur das Christentum, sondern auch der Islam kennt einen Jesus. In beiden Religionen kam Jesus ohne Zutun eines Mannes zur Welt. Er ist auch der einzige Sündlose, der auf Erden lebte, aber im Islam gibt es keine Kreuzigung und damit keine Auferstehung. Diese beiden Ereignisse sind jedoch fundamental für den christlichen Glauben. Wäre Jesus nicht am Kreuz gestorben, gäbe es keine Vergebung für unsere Sünden und keine Erlösung. Der Islam kennt keine Vergebung der Sünden in diesem Sinn. Es ist nur die Gnade Allahs, die dem Moslem die Türe zum Paradies öffnet. Auch der frommste Moslem kann von Allah verdammt werden, wenn dieser es so will. Weiter verflucht der Islam jeden, der sagt, Jesus sei Gottes Sohn. Der islamische Jesus ist kein Gottessohn und auch nicht gestorben, sondern ohne Tod und Auferstehung in den Himmel gefahren. Dass Jesus wiederkommt, bezweifeln die Moslems auch nicht. Im Unterschied zum christlichen Jesus wird der islamische Jesus nicht als Richter, sondern als Eroberer wiederkommen, um alle Menschen zu „islamisieren“, alle Kreuze aus den Kirchen zu entfernen (weil er nicht gestorben ist) und um alle Schweine zu töten (weil diese die Moslems zum Essen des verdammten Schweinefleisches verführen). Er wird heiraten, Vater werden, sterben und neben Mohamed graben werden. Jesus nimmt im Islam nicht die Funktion eines Gottes ein, sondern die eines Dieners von Allah. Im Islam gibt es keinen Vater und keinen Sohn als einzelne Gottheit, es gibt nur Allah. Und Allah ist auch kein gnädiger Gott, sondern ein Herr, ein Beherrscher. Zu ihm beten die Moslems während den fünf Gebetszeiten 17mal folgende Verse aus der Sure 112 (Sure = Kapitel im Koran, der Heiligen Schrift des Islams): Allah ist einer, Allah durch und durch, er hat weder geboren, noch ist er geboren worden, keiner ist ihm ebenbürtig.

Jeder Moslem impft sich geistlich 17mal am Tag gegen den Glauben an Gott, den Vater und Gott, den Sohn. Für jeden Christen ist klar, dass, wer nicht an den Vater und den Sohn glaubt, auch nicht an den Heiligen Geist glauben kann. Den Moslems wird sogar ausdrücklich befohlen sich nicht Kinder Gottes zu nennen. Dies zeigt uns klar, dass in Moslems und Christen nicht der gleiche Geist wirkt, denn das Urgebet des heiligen Geistes lautet ganz schlicht und einfach: ABBA, LIEBER VATER. Im 1. Korinther 12,3 steht zudem folgendes: ...und niemand kann Jesus einen Herrn heissen, ausser durch den heiligen Geist.

Werte und Politik

Der Titel des zweiten Referats, welches während der cft-Jahrestagung gehalten wurde, hiess: „Werte und Politik“. In seinem etwa 50-minütigen Vortrag erzählte der amtierende EDU-Nationalrat, Christian Waber, von seiner Arbeit und seinen Erlebnissen im Bundeshaus.

Christian Waber ist sehr dankbar, dass er für eine Partei steht, die sich an den Werten und Grundwahrheiten der Bibel orientiert. Ihr Blick richtet sich auf Jesus, der von sich sagt:
„ICH bin der WEG, die WAHRHEIT und das LEBEN. Niemand kommt zum VATER, denn durch MICH!"
Gott gab im Jahre 1984 einigen jungen Leuten, unter ihnen auch Christian Waber, den Auftrag, die Wahrheit und die Meinung der Christen in unsere Gesellschaft einzubringen. Seither engagiert sich Herr Waber in der Politik unseres Landes.
Als vielleicht einziger Nationalrat, der in dieser Weise für die Werte der Christenheit einsteht, hat er es oft nicht leicht. Anlässlich der Nationalratsdebatte zum Thema ‚Fristenlösung’ fragte ihn die FDP-Nationalrätin Dorli Walender, ob er eigentlich ein Politiker oder ein Prediger sei. Seine Antwort, dass ein Politiker, der nicht auf der Grundlage Jesu Christi baue, kein guter Politiker sein könne, löste im Saal lautstarke Meinungsäusserungen aus.

Nach der Wahl von Frau Calmy-Rey in den Bundesrat hatte Christian Waber eine Stunde lang Zeit um mit ihr zu sprechen. Intressanterweise kannte die Genferin das Programm der EDU. Ein Programm, das nie ändert, ist bekannter als jedes andere. Wie einst Pilatus wollte auch Frau Calmy-Rey wissen, was denn Wahrheit sei. Die Antwort auf diese Frage wird von unzähligen Menschen dieser Erde gesucht. Viele Religionen weisen auf „Wahrheiten“ hin, sowohl Buddha, als auch der immer lächelnde Dalai Lama, doch nur Jesus sagt: „Ich bin die Wahrheit.“ Das Wissen um diese Wahrheit gibt Christian Waber immer wieder die nötige Kraft im Kampf für Gottes Sache im Bundeshaus. Deshalb ist er sehr auf die Gebete der Christenheit angewiesen, was er in seinem Vortrag auch betonte. Christian Waber weiss um die Macht des Gebets und fügte hinzu, wenn er den Bundesräten versichere, dass es in der Schweiz Tausende gebe, die für sie beteten, seien sie sehr dankbar.

Seit dem Tag, an dem Christian Waber die Stimme Gottes gehört hat, hält er an seiner Berufung fest, auch wenn es manchmal schwer ist, kompromisslos die Richtung zu halten. Es gibt politische Fragen, die nicht leicht zu beantworten sind, aber weil es in der Bibel heisst, dass eines Mannes Wort ja oder nein sein soll, gibt es für Christian Waber kaum so etwas wie eine Stimmenthaltung.

Viele Christen beteiligen sich nicht an der Politik. Sie sitzen lieber zu Hause und kommen nie aus der heilen Welt von Familie und Kirche heraus. Solange wir Schweizer jedoch das Recht auf Mitbestimmung haben, sollten wir es auch nutzen. Mindestens der Gang zur Urne dürfte kein Schweizer Christ verpassen.

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