Beeinflussung

Die diesjährige schweizerische Jahreskonferenz von „Christen für die Wahrheit“ drehte sich ganz um das Thema „Beeinflussung“ – Beeinflussung durch die Medien, durch die Werbung und durch die Musik.

Beeinflussung durch die Medien

Zum ersten Unterthema sprach Dr. Yves Bichsel. Der ehemalige Generalsekretär der SVP ist heute in gleicher Funktion eine Art „Oberstabschef“ von Bundesrat Ueli Maurer und somit ein ausgewiesener Kenner der schweizerischen Medienlandschaft. Nach seiner Auffassung könne man zwar nur wenigen Journalisten tendenziöse Absichten unterstellen. Doch im heutigen System herrschten ein enormer Konkurrenzkampf, ein Buhlen um Leserzahlen und Einschaltquoten und ein zunehmender Zeitdruck. Allein deshalb seien die Medienschaffenden beinahe dazu gezwungen, Stories aufzubauschen, schwarz-weiss zu malen, auf der ideologischen Linie des Arbeitgebers zu schreiben und vermeintlich Sensationelles mangels Zeit zur kritischen Hinterfragung einfach zu übernehmen.

Als Gegenmittel gegen diese Beeinflussung empfahl Yves Bichsel eine gewisse Skepsis den Informationen aus den Medien gegenüber, vor allem dann, wenn etwas ausserordentlich gut oder absolut schlecht dargestellt wird, und eine Portion gesunden Menschenverstands. Ebenfalls helfe der Vergleich von verschiedenen Medienberichten zum gleichen Thema oder gar das Beschaffen von Primärquellen (etwa Pressecommuniqué oder eine Live-Medienkonferenz auf dem Internet). Zudem solle man die Wirkung von Leserbriefen, gerade auch auf die Autoren eines Artikels selbst, nicht unterschätzen. Und als letzte Massnahme könne man auch „mit den Füssen abstimmen“ und eine langfristig unausgewogene Zeitung oder Zeitschrift nicht mehr abonnieren.  

Beeinflussung durch die Werbung

Einen Einblick, wie Bild, Sprache und Botschaft in der Werbung oder in der Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden können, um Menschen zu beeinflussen, gab der Kommunikationsberater Marcus Knill. Er ist überzeugt, dass das Wie einer Botschaft (das Bild, Aussehen und Persönlichkeit, der Ton und die Stimme) unterbewusst einen viel grösseren Einfluss hat auf den Empfänger als der Inhalt selbst. Letzterer mache, vergleicht man die Gesamtbotschaft mit einer Pyramide, lediglich das oberste Drittel, also volumenmässig den kleinsten Teil aus. Knill sieht somit im Bilde die Basis der Beeinflussung. Selbst ein gesprochenes oder geschriebenes Wort beeinflusse dann am meisten, wenn es im Leser oder Zuhörer ein Bild auslöse. Genau dies machen sich erfolgreiche Redner zu Nutze: Sie reden bildhaft und machen es den Zuhörern so leicht, zuzuhören und Wichtiges zu behalten.

Neben der erwähnten Technik sprach Marcus Knill noch einige weitere Beeinflussungsmethoden an, so etwa das Instrument der Wiederholung, die einen grossen Verstärker-Effekt hat, oder eine geschickte – bis hin zu einer manipulierenden – Wortwahl. Weil die Zeit, welche der Kommunikationsexperte zur Verfügung hatte, jedoch in einem krassen Missverhältnis zu seinem Wissens- und Erfahrungsschatz stand, verwies er zum fundierten Nachlesen auch auf seine ausführliche und informative Homepage: www.rhetorik.ch. Abschliessend stellte Marcus Knill aber auch noch klar, dass die Beeinflussung an sich noch nichts Schlechtes sei. Die entscheidende Frage sei, wozu man Menschen beeinflusse.  

Beeinflussung durch die Musik

Schliesslich zeigte der Evangelist John Powys auf, wie sehr wir durch die Musik beeinflusst werden. Sein Hauptanliegen war es, deutlich zu machen, dass Musik nicht einfach eine neutrale Aneinanderreihung von Tönen ist, die einem gefallen kann oder nicht, sondern dass es in der Musik – wie Plato schon feststellte – eben doch ein „Richtig oder Falsch“ gibt. Musik könne erfüllend oder zerstörend, Segen oder Fluch sein, habe also immer auch eine geistliche Dimension. Um dies zu untermauern, verwies John Powys auf das biblische Beispiel des jungen Davids, dessen Harfenspiel wiederholt den „böse(n) Geist“ weichen liess, der über dem König Saul war. (1. Sam. 16, 23)

Dass die Musik aber auch eine dunkle, ja offen atheistisch und satanische Seite haben kann, lässt sich wohl kaum besser zeigen als mit den 16 ernüchternden Zitaten aus dem Munde berühmter Musikstars selbst, welche John Powys mitbrachte. So liest man etwa von Neil Young, dass mehr hinter dem Rock `n Roll steckt „als das Auge sehen kann“ oder von John Lennon, einem der Beatles, der überzeugt ist: „Das Christentum wird weggehen, verschwinden und schrumpfen. … Ich habe recht und das wird sich beweisen. Wird sind jetzt populärer als Jesus.“ Mick Jagger von den Rolling Stones meint: „Rockmusik ist Sex und damit müsst ihr ihnen ins Gesicht schlagen!“ Laut Jefferson Starship zielt ihre Musik darauf ab, „die Kluft zwischen den Generationen zu vergrössern und die Kinder von ihren Eltern zu entfremden.“ Und Marylin Manson schliesslich möchte der Menschheit gerne in Erinnerung bleiben „als die Person, die das Ende des Christentums gebracht hat.“ (Weitere Zitate finden Sie auch hier) Wie eng Rockmusik und Satanismus tatsächlich verknüpft sind, das konnte John Powys durch seine eigene Lebensgeschichte erzählen.

Doch was ihn nach all seinen Erfahrungen mit dieser Art von Musik erstaunt, ist die Tatsache, dass man sie heute immer mehr selbst in Kirchen hört, wenn auch durch einen abgeänderten Text vermeintlich verchristlicht. Auch dazu brachte der Gastredner ein treffendes Zitat mit, nicht von einem Christen sondern vom Popsängers David Bowie: „Rock war schon immer die Musik des Teufels, du kannst mich nicht überzeugen, dass das nicht so ist.“

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