„Resister“, widerstehen: das Motto der Hugenotten im 17. Jahrhundert war auch Titel der cft-Konferenz 2015. Zuerst nahm Jean-Pierre Coulin die 150 Gäste mit in die Entstehungszeit dieses Begriffs. Durch Lebensberichte von verfolgten französischen Protestanten zeigte er auf, was es damals bedeutete zu widerstehen. Widerstehen trotz jahrzehntelangem Galeerendienst, trotz Konfiszierung von Hab und Gut, trotz Verlust der Erziehungserlaubnis für die Kinder – und dabei hätte nur ein Wort allem Leid ein Ende gesetzt, das Wort: „Ich sage meinem Glauben ab.“

Widerstand gegen Christen gibt es auch heute noch. Dies zeigte der zweite Vortrag von Kurt J. Heinz: Der deutsche Journalist und ehemaliger Generalstabsoberst leitet die Informationsplattform medrum.de und illustrierte anhand einer Informationssendung des Bayerischen Rundfunks, wie Originalzitate von Hartmut Steeb oder Gabrielle Kuby bewusst verdreht wurden, um die Personen in die rechtsextreme und intolerante Ecke zu stellen und den Verfassungsschutz auf den Plan zu rufen. Gegen solche Einschränkungen der Freiheit gelte es zu widerstehen, solange die Freiheit dazu noch da sei.

Widerstehen heute, das müssen auch die verfolgten Christen in der arabischen Welt. Einblicke in ihre Situation gab Herr Matthias Schwab von der Organisation „Hilfe für Mensch und Kirche“, der die Region monatlich besucht und aus Sicherheitsgründen nur unter diesem Pseudonym auftritt. Er berichtete Einzelheiten zu dem gezielt auf Christen ausgerichteten, brutalen Morden im Namen des Islam. Dass Terroristen damit nichts zu tun hätten, sei etwa gleich plausibel wie die Aussage, dass Mohammed nichts mit dem Islam zu tun habe, dessen Beispiel und Lehre die Dschihadisten ja folgten. Doch Schwab weckte auch Hoffnung: Je mehr Christen getötet oder zur Flucht gezwungen würden, desto mehr Neubekehrungen gebe es. Dies zeige sich etwa bei Kirchen mit einem Neubekehrten-Anteil von weit über 90%. Gerade weil die ISIS so gewaltsam vorgehe, fragten sich viele Muslime, ob der Islam wirklich die Religion des Friedens sei. Ein christliches Satelitten-TV, das von über 350 Millionen Arabern zu empfangen ist, treffe dann auf viel Offenheit.

Den Abschluss des Tages machte Dorothy Newlands, Lehrerin und Direktorin der christlichen Privatschule DSS (Domino Servite Schule) aus Südafrika. Auch sie konnte an Beispielen aus der Schul- und Schulverwaltungspraxis von Beispielen des Widerstands berichten. Widerstand nicht in erster Linie gegen die Schule, sondern gegen das Christliche in der Schule, wie Newlands überzeugt ist. Statt sich darüber zu beklagen sollten wir Christen aber vielmehr dem Beispiel Daniels aus dem Alten Testament folgen, in dessen Regierungsarbeit seine Kritiker keinen Fehler finden konnten.

Fazit des Tages: Vier Referate, vier Perspektiven, eine gemeinsame Botschaft: Widerstand gegen das Christentum ist nichts Neues oder Ungewöhnliches. Und: Die beeindruckenden Beispiele, wie Mitchristen damals wie heute dem Druck widerstehen, lassen unsere Widrigkeiten verhältnismässig klein erscheinen und ermutigen uns, ihrem Beispiel zu folgen: „resister“!

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