Natürlich hat eine Schneeflocke zu wenig Kraft, einen dicken Baumast zu brechen. Dennoch: Wenn das Mass voll ist, bedarf es einer letzten Flocke und der Ast bricht.

Als ich gegenüber einem Journalisten vor einiger Zeit erwähnte, dass ich auf ein erneutes Abtreibungsverbot in der Schweiz hinarbeite, reagierte er mit ungläubigem Erstaunen. Das sei doch lediglich ein frommer Wunsch!?
Das Schlimme daran: Der Mann ist Christ. Vielleicht kennt er sogar einige Bibelverse über die Allmacht Gottes auswendig. Auch würde er zustimmen, dass Gott gegen das Töten von menschlichem Leben im Mutterleib sei. Doch aus irgendeinem Grund bringt der Mann keinen Glauben auf, dass es uns in der Schweiz gelingen kann, zum uneingeschränkten Schutz des Lebens im Mutterleib zurückzukehren.

Klar - auch ich kann nicht versprechen, dass wir bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ein erneutes Abtreibungsverbot hinkriegen. Ich weiss nicht, wie viele Schneeflocken es braucht. Aber etwas weiss ich: dass es unsere heilige Pflicht ist, gegen das himmelschreiende Unrecht anzukämpfen. Jede Kultur, die staatlich legitimierte Menschenopfer bringt, ist eine sterbende Kultur. Sie wird früher oder später von der Weltbühne verschwinden. Gott hat so Seine Möglichkeiten, fatale Irrläufe zu korrigieren. Doch hält Er sich mit strafendem Gericht möglichst lange zurück. Viel lieber ist es Ihm, wenn ein Volk von seinen falschen Wegen umkehrt.

Hier kommen dann wir als Nachfolger Jesu ins Spiel. Wir dürfen unseren Glauben und unsere Hoffnung in die Waagschale legen. Wir dürfen beten und arbeiten. Wir sollen eine helle Zukunftsvision für unser Volk hegen. Wir müssen nicht glauben, dass der Mist schon gefahren ist und das Gericht unausweichlich kommt. Wir dürfen aufstehen und Umkehr einfordern.

Genau dies wollen vier christliche Organisationen mit dem „Marsch für s'Läbe“ am 18. September 2010 tun. Vertreter von Christen für die Wahrheit, „Human Life International“, EDU Kanton Zürich und „Familienlobby Schweiz“ organisieren am Samstag vor dem eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag 2010 einen Bekenntnismarsch in Zürich. Die Bewilligung für die Kundgebung auf dem Helvetiaplatz (14.00 Uhr) und für den Marsch durch die Innenstadt (15.00 Uhr) haben wir von den Behörden bereits erhalten. Leider konnten wir bisher keine Kirche finden, die uns Gastrecht gibt für einen gemeinsamen Abschluss-Gottesdienst. Sobald Pfarrerschaft und Kirchenpflegen erfahren, dass wir uns für den Lebensschutz engagieren, werden die Türen zugeknallt. Homogottesdienste und buddhistische Meditationen sind in vielen Kirchen jederzeit willkommen. Doch wehe, jemand kommt im Namen des HERRN….! - Nun denn, wir lassen uns nicht entmutigen. Wir werden einen Ort finden, um den Marsch für‘sLäbe (um 16.30 Uhr) mit Busse, Gebet und Lobpreis zu beenden.

Wir sind überzeugt, dass es in der Schweiz sehr viele Männer, Frauen und Kinder gibt, welche Abtreibung ablehnen. Wie bereits in anderen Nationen sollen sich diese Personen auch bei uns sammeln und öffentlich verlauten lassen. So rufen wir also möglichst viele Befürworter/-innen des Lebens auf, am 18. September am „Marsch für’s Läbe“ teilzunehmen. Statt der Fristenlösung wollen wir eine Christenlösung! Auch wollen wir trauern um die 11'000 Kinder, denen in unserem Land Jahr für Jahr das Lebensrecht verweigert wird. Zudem bieten wir Hilfe an für zehntausende von Müttern, Vätern, Sozialarbeitern und Ärzten, die sich durch Abtreibungen vor Gott und Mitmenschen schuldig gemacht haben. Diese Personen bedürfen der Vergebung und der seelischen Heilung.

Es ist höchste Zeit, aus der Todesspirale herauszutreten! Dürfen wir mit Ihren Gebeten und Ihrer Mitarbeit rechnen?

Link: www.marschfuerslaebe.ch

Informiert bleiben!

 

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