Was ist eine Patientenverfügung?
Eine Patientenverfügung ist ein Dokument, in dem im Voraus zu medizinischen Behandlungen und Therapien Stellung genommen werden kann. Sie ist dann von Bedeutung, wenn man sich - beispielsweise bedingt durch eine Krankheit oder einen Unfall - nicht mehr selber äussern kann.
In der Gestaltung können sich Patientenverfügungen sehr unterscheiden. Es gibt vorgefasste Kurzversionen oder medizinisch detailliertere von 30 und mehr Seiten. Es gibt solche, in denen z.B. das Thema der Organspende erwähnt wird oder sogar Angaben zur Bestattung und Abdankungsfeier gemacht werden. Bei allen Patientenverfügungen ist es wichtig, eine oder mehrere Bezugspersonen, z.B. Angehörige oder andere Vertrauenspersonen, zu erwähnen.

Was ist seit dem 1.Januar 2013 anders?
Seit dem 1.1.2013 sind im neuen Erwachsenenschutzrecht die rechtlichen Bestimmungen der Patientenverfügungen gesamtschweizerisch und verbindlich geregelt. Neu ist eine Patientenverfügung für den behandelnden Arzt verbindlich. Früher musste ein Arzt auf zum Teil umständliche Art und Weise den Patientenwillen erforschen. Es gab unterschiedliche Ansichten, Wünsche und Vorstellungen von Angehörigen und Hausärzten, was für alle Betroffenen zum Teil sehr belastend, konfliktreich und schwierig war.
Wenn der Patient keine Patientenverfügung ausgefüllt hat, wird eine Bezugsperson bestimmt, die im Gespräch mit dem behandelnden Arzt eine Entscheidung über weitere Therapien treffen muss. Dies bedeutet mehr Verantwortung für die betroffene Bezugsperson.

Ist eine Patientenverfügung notwendig?
Für den betreuenden Arzt oder die direkten Angehörigen kann die Patientenverfügung eine Entlastung sein, z.B. wenn es darum geht zu entscheiden, wo die Grenze des medizinisch Machbaren ist.
Wenn keine Angehörigen da sind, soll neu nicht der Arzt entscheiden, sondern die Behörde. Der Arzt kann nur Empfehlungen abgeben, es sei denn, der Patient hat in der Verfügung erwähnt, dass er die Entscheidung dem behandelnden Arzt überlassen möchte.
Beim Ausfüllen der Patientenverfügung ist es gut, bei Unklarheit über medizinische Fachausdrücke das Gespräch zu suchen. Da helfen Hausärzte sicher auch gerne weiter.
Laut dem neuen Erwachsenenschutzrecht ist der Ehepartner der erste Vertreter des Patienten und danach die Kinder. Bei alleinstehenden, älteren Personen ist eine Patientenverfügung zu empfehlen, damit Klarheit geschaffen werden kann.

Was muss noch beachtet werden?
Für die erwähnten Bezugspersonen ist es wichtig zu wissen, dass ihre Namen in der Patientenverfügung stehen. Gut ist sicher auch, wenn der zuständige Hausarzt eine Kopie des Dokumentes hat.

Verschiedene Organisationen bieten Patientenverfügungen an
Verschiedene Organisationen wie z.B. Dialog und Ethik, Krebsliga, Pro Senectute, Schweizerisches Rotes Kreuz, Parkinsonstiftung oder die Ärztevereinigung bieten unter anderen Patientenverfügungen an.

Jesus hilft und gibt wahren Frieden
Auch wenn medizinisch- technisch viel für eine bessere Lebensqualität unternommen werden kann, ist der Sterbeprozess ein Scheiden aus dem Körper und ein Abschiednehmen von allem Vertrauten und Lieben. Das ist auch für die Christen mit einem Kampf verbunden, aber wir glauben und wissen: Der Herr lässt uns nicht allein und begleitet uns durch alle Schwierigkeiten bis zuletzt! Als Christen haben wir das Vorrecht, uns auf die himmlische Heimat vorzubereiten.
Eine Patientenverfügung kann helfen mit Angehörigen, Verwandten, Freunden oder Fachpersonal über die Ewige Heimat ins Gespräch zu kommen. Dies kann auch helfen, die letzten Dinge zu regeln und sich zu prüfen, ob man mit einem Menschen noch Frieden schliessen sollte.

Informiert bleiben!

 

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