Das Recht auf ein Sterben in Würde ist Teil des Leitgedankens der Sterbehilfeorganisationen Exit und Dignitas. Was als Ausdruck von Menschlichkeit und Erlösung von Qualen angepriesen wird, entpuppt sich jedoch als Ursache grossen Leidens.
Wer dem assistierten Selbstmord einer nahe stehenden Person beiwohnt, ist für längere Zeit einer massiven Belastung ausgesetzt, die vielfach zu einer psychischen Erkrankung führt. Dies zeigt eine Studie der Universität Zürich.
Brigit Wagner, Studienleiterin, sagte gegenüber dem Tagesanzeiger, dass diese Störungen bei Suizidbegleitern weit häufiger als bei anderen auftreten würden und dass rund ein Viertel der Betroffenen so stark psychisch erkranke, dass eine Therapie erforderlich sei. Diese Zahlen werden von einer Studie, die in der Fachzeitschrift „European Psychiatry“ veröffentlicht wurde, unterstützt: Danach zeigen 20 Prozent der dem Selbstmord beiwohnenden Personen „posttraumatische Belastungsstörungen“, die bei zwei Dritteln voll ausgeprägt waren. Weitere 16 Prozent leiden unter Depressionen.

Es belasten nicht nur die polizeilichen Untersuchungen der Todesumstände, sondern auch Vorbehalte gegenüber dem Entscheid zum Selbstmord - ein Ausdruck von empfundenem Unrecht.

Die Tragik dieser Umstände erlebte ich während des Abverdienens im Militär. Einer meiner Unterstellten verlor innerhalb von zwei Wochen drei seiner Grosseltern; eine Grossmutter durch assistierten Suizid.
Absurderweise benötigte er mehrere Urlaubsgesuche: Zum einen musste Exit - wegen zu vielen Anfragen - den Todestermin seiner Grossmutter verschieben, zum anderen kam das unerwartete Ableben seines anderen Grossvaters dazwischen.
In einem Gespräch sagte er, es sei schwierig vom Tod seiner Grossmutter zu sprechen, da sie nicht auf natürliche Art und Weise gestorben sei.

Was ist ein Tod in Würde? Es ist die Tatsache, dass der, der das Leben nach seinem Willen zum richtigen Zeitpunkt gibt, es auch wieder nehmen wird, wenn es Zeit ist.

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