Die Rechtskommission des Nationalrates befürwortet die Homo-Ehe

Das Thema wird auch in den Medien aufgegriffen. Das Schweizer Fernsehen lädt eine Stimme der Befürworter der biblischen Schöpfungsordnung erst nach einer Intervention in die Diskussionsrunde am Fernsehen ein.

Von Walter Mannhart

Am 14. Februar 2019 hat die Rechtskommission des Nationalrates einem Gesetzesentwurf zur parlamentarischen Initiative «Ehe für alle» zugestimmt. Dieser sieht die Öffnung der Ehe für Gleichgeschlechtliche vor. Unklar ist der Zugang zu Samenspende für lesbische Frauen. Der Gesetzesvorschlag wird in die Vernehmlassung geschickt. Das Thema findet in der Folge in den Medien breiten Raum und wird ausgiebig behandelt. Anfangs März wurde im Schweizer Fernsehen in der Sendung «Sternstunde Religion» eine Diskussion zum Thema «Ehe für alle» geführt. Im Vorfeld der Sendung kam es zu einer Kontroverse über die Zusammensetzung der Teilnehmerrunde. Es war vorgesehen, dass nur Befürworter des Gesetzesvorschlags an der Diskussion beteiligt sein sollten. Das rief harsche Kritik aus evangelikalen Kreisen hervor. So meldete sich die Stiftung Zukunft CH und vermerkte laut einer Meldung der NZZ, dass der Sender nicht dem Auftrag der freien Meinungsbildung nachkäme. Das SRF lenkte ein, und so wurde Regula Lehmann, Leiterin für Familienprojekte bei Zukunft CH, als vierte Teilnehmende in die Runde eingeladen. Mit viel Ruhe und Sachlichkeit vertrat sie die Schöpfungsordnung, wonach Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat und deshalb der Begriff der Ehe nicht einfach zu öffnen sei. Sie führte weiter aus, dass die Kirche es nicht der Gesellschaft recht machen müsse, sondern Gott. Die Kirche sei nicht dem Zeitgeist verpflichtet, sondern Gott.

In ihrem Artikel «Dominoeffekt» in der Weltwoche (Nr. 9, S.38) kommt die Autorin Katharina Fontana zum Schluss, dass es in der ganzen Diskussion um die «Ehe für alle» auch um die Frage des Kinderwunsches gehe. Was rein biologisch bei gleichgeschlechtlichen Verbindungen nicht möglich ist, soll durch den Zugang zur Fortpflanzungsmedizin erreichbar werden. Für Lesben wäre die Samenspende die Lösung des Problems. Damit die Schwulen nicht diskriminiert würden, müsste wohl die in der Schweiz verbotene Leihmutterschaft legalisiert werden. Das wird weitere Gruppen dazu bringen, gleiche Rechte für sich zu beanspruchen.

Die Gesetzesvorlage «Ehe für alle» wird wohl den Gang durch die Instanzen überstehen. Am Schluss wird es am Stimmvolk liegen, ob wir einen weiteren Pfeiler des christlichen Fundamentes zerschlagen, auf dem unsere Gesellschaft gebaut ist. Wer einer «Ehe für alle» auf Grund seines Glaubens nicht zustimmen kann, wird durch diese Haltung mit heftigem Widerstand zu rechnen haben. Doch muss die Überzeugung aus Glauben über dem Zeitgeist stehen und sich auch zu Wort melden.

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