Zur Überraschung vieler wurde die erfolgreiche Initiative „Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule“ zurückgezogen. Das Initiativekomitee verweist auf fünf positive Auswirkungen, welche das Zustandekommen dieser Initiative erzielt hat. Ein Hauptpunkt ist sicherlich, dass im Lehrplan 21 keine Einheiten für Sexualkundeunterricht vor dem 10. Altersjahr vorgesehen sind. Dies bekräftigte ebenfalls Christian Amsler, Präsident der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren, gegenüber der Tagesschau vom 14. Juli 2015: Sexualkunde im Kindergarten sei ohnehin kein Thema mehr. Aufklärung finde gegen Ende der Primarschule und dann weiterführend hauptsächlich in der Oberstufe statt. Zudem fügte er hinzu, dass der Sexualkundeunterricht ein sehr emotionaler Bereich sei, der sorgfältig diskutiert werden müsse. Das Initiativkomitee wurde in den „Verein Schutzinitiative“ umgewandelt. Nationalrat Dr. Sebastian Frehner und zahlrieche andere Komiteemitglieder werden nach wie vor involviert sein. Ihr Anliegen ist es die weitere Entwicklung des Sexualkundeunterrichts in der Schweiz zu überwachen und „die erforderlichen Massnahmen, um Auswüchse zu verhindern“, zu treffen.
Die Arbeit wird ihnen sicherlich nicht ausgehen. Am 5. Mai 15’ lancierte die vom Bundesamt für Gesundheit finanzierte Stiftung „Sexuelle Gesundheit Schweiz (SGS)“ eine „Allianz für Sexualaufklärung“ in der Schweiz. Diese soll sich für die Sexualaufklärung einsetzen und die umstrittenen Standards der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der Schweiz umsetzen. Es muss erwähnt werden, dass praktisch die gleichen Standards im Grundlagenpapier zur Sexualaufklärung vom Kompetenzzentrum in Luzern nach einem Sturm der Entrüstung zurückgezogen werden mussten. Immerhin soll der Bundesrat dank dem Postulat von Nationalrat Ragazzi die Zusammensetzung der SGS untersuchen. Sein Vorstoss wurde mit dem Zustandekommen von 12’000 Unterschriften mittels einer Petition unterstützt. Die Reaktion des Bundesrates ist vielversprechend, da sich die von ihm eingesetzte Expertengruppe zur Untersuchung der Stiftung auch aus SGS kritischen Personen zusammensetzt. Die „Sexuelle Gesundheit Schweiz“ bildet die Mehrheit der Schweizer Sexualpädagogen aus und wird jährlich mit 1.3 Millionen Franken, welche zu 90% vom Bund finanziert werden, unterstützt. SGS vertritt die Schweiz in der „International PlannedParenthoodFederation“, deren Ableger in den USA (PPFA) über 700 eigne Abtreibungsklinken betreibt und in der letzten Zeit in einen gigantischen Organhandelskandal mit Teilen abgetriebener Föten verwickelt war. Leider sind der „Allianz für Sexualaufklärung“ auch namhafte Organisationen wie „Schule und Elternhaus Schweiz“, „Kinderärzte Schweiz“, „Pro Familia Schweiz“, „Pro Juventute Schweiz“, „Schweizerischer Hebammenverband“, „Schweizerischer Fachverband Mütter- und Väterberatung“ und der „Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz“ (LCH) beigetreten. Sicherlich haben einige dieser Organisationen keine Ahnung von den Absichten der SGS. Sexuelle Freizügigkeit wird zur Norm oder sogar zum Diktat. Die WHO-Standards bieten die theoretische Grundlage dafür, dass 5. Klässler – wie kürzlich an einer Schweizer Schule geschehen - mittels Plüschvagina und Holzpenis lernen sich sexuell zu stimulieren. Ebenfalls stimmt es sehr nachdenklich, dass behauptet wird, der Sexualkundeunterricht könne in gewissen Bereichen nur von Sexualpädagogen unterrichtet werden. Die Lehrpersonen seien dazu nicht im Stande. So ist es wichtig, dass Eltern wachsam bleiben und, wo nötig, intervenieren. Protestbriefe an die oben erwähnten Organisationen können einiges bewirken - schliesslich geht es um unsere Kinder.

Informiert bleiben!

 

(*)
?

(*)
?

(*)
?

(*)
?

(*)
?

(*)
?

(*)
?

(*)
Invalid Input