Durch die gesellschaftliche Veränderung und den Bruch der klassischen Rollenverteilung von Ehepaaren ist die Frage der Kinderbetreuung ein vieldiskutiertes Thema.

Die Schaffung und Förderung externer Betreuungsplätze für Kinder durch den Staat gehört heute in den Forderungskatalog von Parteien fast jeder Ausrichtung. Selbst in Wirtschaftskreisen gilt es heute als erstrebenswert, dass externe Betreuungsmöglichkeiten für Kinder angeboten werden. Man möchte auf das Potential gut ausgebildeter Frauen in der Arbeitswelt nicht verzichten. Dies ist eigentlich verständlich, da viele Frauen mit hoher Ausbildung als Ressource für die Wirtschaft verloren gehen, wenn sie Mutter werden. Dazu kommt, dass der Beruf „Mutter“ gesellschaftlich keine grosse Anerkennung geniesst, obwohl jeder durch eine Mutter in diese Welt gekommen ist.

Durch die Frauenemanzipationsbewegung ist der Ruf nach externer Betreuung in der westlichen Welt laut geworden. Die Mutterschaft sei der Fakt im Leben, welcher der Selbstverwirklichung der Frau im Wege stehe. So sollte der Staat in diese Lücke springen und entsprechende Strukturen zur Verfügung stellen.
In den ehemaligen Ostblockstaaten gehörte die Fremdbetreuung der Kinder zum Alltag. Zwei Generationen wuchsen in Krippen auf und genossen die staatlich verordnete Erziehung. Dies wurde sogar vom ehemaligen russischen Staatschef Michail Gorbatschow als Fehlentwicklung bezeichnet. Die Jugend wuchs ohne Wurzeln auf. Im Westen scheint man die Auswirkungen dieser Entwicklung ausgeblendet zu haben.

Heute sollen in der Schweiz die Aufwendungen für die externe Betreuung bei den Steuern abgezogen werden können. Damit werden die Eltern benachteiligt, die ihre Kinder selbst betreuen, indem ein Elternteil ganz oder teilweise auf eine berufliche Tätigkeit verzichtet. Dem möchte die Familien-Initiative der SVP entgegenwirken. Ihr Ziel ist die steuerliche Entlastung aller Familien mit Kindern und Verhinderung einer Diskriminierung von Familien, die ihre Kinder selbst betreuen. Die Einflussnahme des Staats ins Familienheim soll unterbunden werden.

Durch eine Annahme der Initiative würden Eltern gestärkt, die ihre Kinder selbst erziehen. Dadurch werden auch klar Kosten gespart. Denn die Schaffung der Betreuungsplätze ist teuer und eigentlich nicht effizient. Schlussendlich ist die Familie ein Teil von Gottes Schöpfungsplan. Darum ist sie das beste Umfeld, in dem eine neue Generation heranwachsen kann.

Unterschriftenbogen Familieninitiative:
www.svp.ch/display.cfm/id/101087

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