Es kann keine christliche Politik geben...

Von Urs Hunziker

«Es kann keine christliche Politik geben» – so lautete der Titel eines Beitrages von Annegret Kramp-Karrenbauer, kurz AKK, in der Beilage «Christ & Welt» der FAZ vom 23. Mai 2019. Dieser Satz erregte meine Neugier und ich begann zu lesen. «Was bedeutet die christliche Botschaft für mein politisches Engagement?», steht da zu lesen. Da fragt doch tatsächlich eine mögliche Kanzlerkandidatin des wirtschafltich mächtigsten Landes in Europa nach dem Einfluss des Evangeliums auf ihr Denken und Tun. Das ist sehr erfreulich, und AKK kommt zu Aussagen, die mich wieder einmal erinnern, woran wir uns im Alltag orientieren können. Nach der Lektüre nehme ich folgende Erkenntnis mit: Das Evangelium gibt den Menschen Orientierung. Es hilft abzuwägen und zu werten. Es gibt Entscheidungen eine Richtung. Es kann aber konkrete Entscheidungen durch Menschen nicht ersetzen. Deshalb gibt es christliche Politiker, aber es gibt keine christliche Politik. Es gibt christliche Werte, welche den politischen Entscheiden zugrunde gelegt werden können. Das gibt der Politik und der konkreten Ausgestaltung eine Ausrichtung und Prägung. Aber der Politik darf nie die Aufgabe zukommen, die Menschen zu erlösen. Sondern sie soll ihnen ein Leben in Freiheit und Verantwortung ermöglichen. Alle politischen Erlösungskonzepte sind in der Vergangenheit grandios gescheitert und haben einen Trümmerhaufen hinterlassen. Der Artikel schliesst mit dem Satz: «Die christliche Botschaft stärkt uns in unserem täglichen Tun und schützt uns vor zerstörerischer Selbstüberschätzung.» Daran können wir uns alle halten.

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