Der hohe Zweck der Liebe und der Ehe...

Von Urs Hunziker

Das Bundesgericht annullierte im April 2019 die Abstimmung von 2016 über die Initiative «Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe», da der Bundesrat damals mit falschen Zahlen argumentiert hatte und die Initiative äusserst knapp abgelehnt wurde. Weil die CVP ihre Initiative wahrscheinlich nicht zurückziehen wird, muss die Abstimmung wohl wiederholt werden. Für Unmut in den Medien und bei manchen Parteien sorgt weniger das eigentliche Anliegen der Besteuerung, sondern dass bei einer Annahme auch die Ehe als auf Dauer angelegte und gesetzliche Lebensgemeinschaft von Mann und Frau in der Bundesverfassung festgeschrieben würde. Die Zeichen der Zeit sind also unverkennbar! Peter Ruch, reformierter Pfarrer, erläutert in seiner Kolumne für die Weltwoche vom 12. September 2019, dass der Ehebegriff aus jüdisch-christlicher Sicht eben doch so zu verstehen sei und diese Definition der Ehe sei dementsprechend kulturell tief verankert in unserer Gesellschaft. Würde der Gesetzgeber eine «Ehe für alle» ermöglichen, wäre es laut Ruch konsequenter, das Eherecht ganz zu streichen und statt dessen Musterverträge für alle Formen des Zusammenlebens zur Verfügung zu stellen. So weit will ich nun doch nicht gehen und halte es in Sachen Liebe mit Mozarts Zauberflöte:
«Ihr hoher Zweck zeigt deutlich an,
Nichts Edlers sei, als Weib und Mann.
Mann und Weib, und Weib und Mann,
Reichen an die Gottheit an.»
Und daher, frei nach der Zauberflöte: Eine gesunde Ehe von Weib und Mann, hebt unsre Gesellschaft an. Stimmen Sie der Initiative zu, wenn sie wieder an der Urne erscheinen sollte.

Informiert bleiben!

 

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