Singt Weihnachtslieder...

Von Urs Hunziker

Was gab das für einen Aufruhr: «Schule verbannt drei Lieder von der Adventsfeier», titelte 20 Minuten am 26. November und andere Nachrichtenportale zogen sogleich nach. Eine Schule in Wil SG strich drei christliche Lieder aus dem Programm – aus Rücksicht gegenüber anderen Kulturen und Religionen. Es ist zu begrüssen, dass Weihnachten als christliches Geburtstagsfest von Jesus Christus in den Medien einen so grossen Widerhall erzeugt. Es sind jetzt sogar Vorstösse im St. Galler Kantonsrat und im Wiler Stadtparlament hängig. An Weihnachten geht es um die Geburt Jesu. Das wissen heute nicht mehr alle und als christliches Land dürfen wir unser christliches Liedgut auch an den Schulen pflegen. Es entbehrt aber nicht einer guten Portion Sensationslust, die am eigentlichen Inhalt vorbeizielt, wenn sich gewisse Medien auf solche Ereignisse einschiessen. Genauso pointiert berichten sie von den Gewalteskalationen bei der unbewilligten Gegendemonstration zum «Marsch fürs Läbe». Das Recht auf Leben, für welches sich die Teilnehmer des Marsches einsetzten, interessierte nicht. Der Inhalt blieb auf der Strecke. Das ist schade und müsste nicht sein. Christen sollten einen Inhalt im Alltag vorleben, nämlich die Geburt Jesu in ihrem Herzen. Das findet Ausdruck in einem erfüllten Leben – und in einem fröhlichen Lied zu Weihnachten. Der Kommentar eines Lesers bei SRF online hat mir gefallen: «Singt doch die Weihnachtslieder selber! Herzhaft auf dem Weg zur Arbeit, beim Feierabendbier oder beim Anstehen vor der Kasse. Und wer krumm guckt oder rumschreit wird gleich herzlich eingeladen. S’grööschte Gschänk vo de Wienacht! Frohe Weihnachten!»

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