Am 9. Februar 2014 wird über die Änderung der Abtreibungsfinanzierung abgestimmt. Bis dahin gilt, dass Abtreibungen von der obligatorischen Krankenkasse abgedeckt sind. Die Abstimmung würde in einer Änderung des Artikels 117 Absatz 3 der Bundesverfassung resultieren, nach dem neuerdings Schwangerschaftsabbruch und Mehrlingsreduktion im Obligatorium nicht eingeschlossen wären (medizinische Notfälle und Vergewaltigungsopfer sind hiervon ausgenommen). Um weiterhin für den Fall einer Abtreibung finanziell abgesichert zu sein, besteht die Möglichkeit, eine Zusatzversicherung abzuschließen. Wir empfehlen aus den folgenden Gründen, „Ja“ zu stimmen und diese Gesetzesänderung zu ermöglichen.

Ein ungeborenes Kind ist keine Krankheit! Die Krankenkasse ist dazu da, uns im Falle einer Krankheit oder eines Unfalls finanziell abzusichern und uns medizinische Behandlung zu ermöglichen. Eine Schwangerschaft ist jedoch keineswegs eine Krankheit und ist auch deshalb nicht als solche zu behandeln. Folglich sollte ein Schwangerschaftsabbruch nicht Sache der Grundversicherung sein, sondern von den Personen finanziert werden, die von diesem medizinischen Eingriff Gebrauch machen wollen. 

Selbst Abtreibungsgegner müssen Schwangerschaftsabbrüche mitfinanzieren! Da zurzeit die Abtreibungsfinanzierung Teil der obligatorischen Grundlagenversicherung ist, müssen selbst diejenigen für das Beenden von potentiellem Leben bezahlen, die aus Gewissensgründen dagegen sind. Die Bundesverfassung sichert der Schweizer Bevölkerung die Gewissensfreiheit zu, doch zugleich wird eine Gruppe ihrer Bürger durch den aktuellen Gesetzesstand zum Handeln gegen ihr Gewissen gezwungen. Wir sollten ein Recht darauf haben, die finanzielle Unterstützung von Abtreibungen zu verweigern.

Eine Abtreibung zieht immer Folgekosten nach sich. Bei einem Schwangerschaftsabbruch fallen in der Regel mehr als nur die Kosten für den Eingriff an. Oft folgt eine benötigte psychologische Betreuung und Komplikationen während und nach dem Eingriff sind nicht unbekannt. Diese werden ebenfalls von der Grundversicherung abgedeckt. Dies fällt wiederum auch denen zu, die von dem Angebot aus persönlicher Überzeugung nie Gebrauch machen würden.

Es ist ein Fehlschluss zu denken, dass Frauen in Not eine Abtreibung nicht selber bezahlen können. Ein Ausschluss der Abtreibungsfinanzierung aus der Grundversicherung bedeutet nicht, dass man sich für einen solchen medizinischen Notfall nicht versichern lassen kann. Der Schwangerschaftsabbruch würde zukünftig lediglich unter eine Zusatzversicherung fallen, die für die Versicherten optional ist. Dies würde zudem eine bewusste Entscheidung voraussetzen, die frühzeitig getroffen werden muss. Notfälle und Opfer von Vergewaltigungen sind weiterhin von der Grundversicherung abgedeckt.

Lasst uns unsere Mitmenschen zu verantwortungsbewusstem Verhalten auffordern und die finanzielle Unterstützung für das Beenden ungeborenen Lebens verweigern, indem wir im Februar „JA“ stimmen.

Informiert bleiben!

 

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