In Zürich hat am Samstag 18. September 2010 der Marsch für s’Läbe stattgefunden. Es war der erste grössere Lebensrechtsmarsch seit Annahme der Fristenregelung durch das Schweizer Volk im Jahre 2002. Mit dem Anlass wandten sich katholische, reformierte und freikirchliche Christen gegen die gängige Schweizer Abtreibungspraxis und forderten die Abschaffung der Fristenlösung.

Für die Trägerschaft war der Anlass ein voller Erfolg. Gemäss Einschätzung der Polizei waren es gegen 600 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die um 14.00 Uhr an der Kundgebung auf dem Zürcher Helvetiaplatz teilgenommen hatten. Beim Marsch durch das Zürcher Stadtzentrum um 15.00 Uhr stieg die Zahl gemäss Zählung der Organisatoren auf gegen 800 Personen. Ein grosser Teil der Teilnehmer blieb auch zum Openair-Gottesdienst, der wiederum auf dem Helvetiaplatz stattfand. 

Zahlen alleine machen noch keinen guten Anlass. Von entscheidender Wichtigkeit war der Segen Gottes, der die Stimmung während des ganzen Nachmittags prägte. Auch die kleine Gruppe von Linksautonomen, die die Versammlung mit lauten Zwischenrufen sowie Eiern und Tomaten stören wollte, konnte an der Anteilnahme und Begeisterung der Teilnehmenden nichts ändern.

Der Anlass konnte von A-Z von der speziellen Aufmerksamkeit der Polizei profitieren. Schon im Vorfeld, bei der Vergabe der Bewilligung, waren die städtischen Behörden sehr entgegenkommend. Auch an der Kundgebung und beim anschliessenden Marsch leistete die Polizei freundlichen Schutz und gute Begleitung. 

Traurig war einmal mehr die zeitgeistige Hofberichterstattung aus dem Hause Tages-Anzeiger. Schon im Vorfeld des Marsches, am 16. September, hatten die TA-Kopfblätter Limmattaler-  und Zürichsee-Zeitung zum Angriff auf den ‚Marsch für s’Läbe’ geblasen. Die Artikel beriefen sich auf die fachkundige Information des ‚Sektenexperten der reformierten Kirche’ Georg Otto Schmid und nannten die Organisatoren „fundamental ausgerichtete Personen … vom Rand der Freikirchen stammend“.

Noch dicker kam’s dann vom Tagi-TV. Die Zürinews (TeleZüri) berichteten am Abend des 18. September über den Anlass. Vor laufender Kamera verschärfte Sektenspezialist Schmid seine Begriffe nochmals: die Lebensrechtler seien "fundamentalistische Personen ... vom rechten Rand der freikirchlichen Szene... ewiggestrig und rechtspolitisch".

TeleZüri scheute sich nicht, die Zahl der Teilnehmenden mit 300 anzugeben und vollbrachte in der Bildauswahl eine manipulative Meisterleistung. Die strenge Selektion wählte durchwegs Bilder, die ein armes "Fundi-Häuflein" klein und bieder zeigten. Es gab keine Abbildung und keine Erwähnung von Nationalrätin Dr. Yvette Estermann, SVP Luzern, die an der Kundgebung einen politischen Input zur Abschaffung der Fristenlösung gab. Keine Erwähnung der grossen brasilianischen Steelband, die mit ihrem Mega-Sound das Stadtzentrum Zürichs erschütterte (die Truppe bestand durchwegs aus Kindern und Jugendlichen!!). Es gab keine Abbildung des überkonfessionellen Openair-Gottesdienstes auf dem Helvetiaplatz. Verständlich. Schliesslich wäre der Schwindel des „Sektenexperten“ aufgeflogen, wenn man den katholischen Pfr. Dr. Roland Graf in seinem Ornat vor der grossen Gemeinde abgebildet hätte. So blieb auch der reformierte Pfarrer, Hansjürg Stückelberger ohne Erwähnung.

Die Organisatoren (Arbeitsgruppe Jugend & Familie, Christen für die Wahrheit, EDU Schweiz, Familienlobby Schweiz, Human Life International, Ja zum Leben, Pro Life, Zeitschriften ‚ethos’ und ‚factum’,  Zukunft CH) lassen sich durch die tendenziöse Berichterstattung keineswegs aus der Ruhe bringen. Das OK wird den Marsch 2010  baldmöglichst auswerten, um danach über die weiteren Schritte zu befinden. Das Ziel ist klar: im Mutterleib heranwachsende Kinder sollen in der Schweiz wieder uneingeschränktes Lebensrecht erhalten.

Informiert bleiben!

 

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