Das Thema der cft-Jahreskonferenz 2018 könnte aktueller nicht sein!

Die Äusserung eines Politikers im Stadtzürcher Gemeinderat sorgt für Aufruhr in der Limmatstadt. Die Reaktionen irritieren.

Von Johannes Läderach

Derzeit laufen die Vorbereitungen für eine nächste Jahreskonferenz von Christen für die Wahrheit. Sie soll am 21. April in Kaltbrunn stattfinden. Beim Brainstorming zur Themenfindung kam recht schnell der Begriff «Meinungsfreiheit» auf, vor dem Hintergrund der derzeit so dominant scheinenden «political correctness». Dass das Thema aktuell ist, zeigte dann die heftige Reaktion von Politik und Presse auf ein Statement von Daniel Regli im Stadtzürcher Gemeinderat. Dieser hatte sich in der Budgetdebatte kritisch über die Ausgaben für Sexualberatungsstellen wie «Lust und Frust» geäussert, da diese Kinder altersungerecht und mit einer Genderismus-Agenda aufklären würden. Dabei thematisierte er ein medizinisches Problem Homosexueller, bei denen der Schliessmuskel seine ursprüngliche Funktion nicht mehr richtig erfüllen könne. Er stellte einen Zusammenhang her zwischen der Not dieser Betroffenen und der Tatsache, dass jeder Fünfte Homosexuelle schon einen Selbstmordversuch hinter sich habe.

Es soll hier nicht um die Frage gehen, ob diese Aussagen richtig sind oder falsch. Die Reaktion von Presse und Politik macht aber betroffen. Kein einziger Politiker, kein einziges Medium ging auf die Frage ein, ob es ein solches medizinisches Problem tatsächlich gibt. Kein Arzt wurde interviewt. Keine Statistiken zu Selbstmordraten überprüft. Stattdessen spielten alle nur auf den Mann: SP und Jungsozialisten forderten Reglis sofortigen Rücktritt und nannten seine Thesen «abstrus und menschenverachtend». Der Politiker könne von Glück reden, dass sich die Rassismus-Strafnorm nicht auf Homosexuelle beziehe, «sonst müsste er nun mit einer Anzeige rechnen». Der Tages-Anzeiger nannte Herrn Regli im «Stadtblog» einen «christlichen Salafisten», in den Kommentaren dazu fanden sich Begriffe wie «Brunnenvergifter», «Idioten» und «Tubel». Offenbar hatten sich aber auch Unterstützer von Daniel Reglis Aussagen zu Wort gemeldet, nur waren diese Kommentare nirgends mehr ersichtlich. Stattdessen schloss die Autorin irgendwann die Kommentarfunktion, «um gewissen fundamentalistischen Kommentatoren keine weitere Bühne zu geben».
«Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äussern dürfen.» Dies sagte Voltaire im 18. Jahrhundert. Heute, im 21. Jahrhundert, scheinen wir von dieser Haltung Lichtjahre entfernt.

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