Am 7. März 2010 wird dem Schweizer Volk ein Verfassungsartikel zur "Forschung am Menschen" vorgelegt, der am 29. September 2009 vom Parlament beschlossen wurde. Er soll die Forschung in der Medizin, Biologie und den Sozialwissenschaften einheitlich regeln. Soweit so gut.

Ein Verfassungsartikel kann lediglich allgemeine Grundsätze, einen Rahmen formulieren. Details werden danach in einem Gesetz geregelt. Fairerweise hat der Bundesrat bereits am letzten 21. Oktober 2009 einen Entwurf für ein Humanforschungsgesetz (HFG) veröffentlicht und ans Parlament zur Beratung übergeben. Dieses Gesetz hat also den Verfassungsartikel als Grundlage, über den wir demnächst abstimmen. Man könnte sagen, dieser Entwurf ist eine Art Auslegung des Verfassungsartikels. Der Entwurf zum HFG zeigt, was der Verfassungsartikel alles ermöglichen würde:
Die Forschung am Embryo und Fötus, falls er abgetrieben wird ohne Rücksicht auf seine Belastung, Forschung an Schwangeren (eine dabei verursachte Fehlgeburt mit einer geringen Wahrscheinlichkeit wird als geringes Risiko gedeutet), die Forschung an Abtreibungsmethoden, die Forschung an Nichteinwilligungsfähigen. In einigen Kantonen ist die Forschung an Nichteinwilligungsfähigen bis heute verboten, diese Verbote würden mit einem neuen Verfassungsartikel gekippt. In einem Kommentar zum Humanforschungsgesetz wird sogar explizit erklärt, dass Embryos und Föten nicht als Personen gelten.

Fazit: Ein Verfassungsartikel, der solche abscheuliche und unethische Forschung zulässt, ist in sich bereits schlecht und muss unbedingt abgelehnt werden. Ja zur Forschung, welche Gottes Schöpfungsordnung respektiert und dem Menschen als Gottes Ebenbild dient! NEIN zu einer Forschung, welche den Menschen relativiert und zum Objekt macht! NEIN zum Verfassungsartikel «Forschung am Menschen».

Zwei markante Zitate, die zeigen, wie vorgeburtliches Leben systematisch abgewertet und relativiert wird:
Kommentar im erläuternden Bericht Ziff 2.3.2.2: „Wenn von einem Forschungsprojekt ein grosser direkter Nutzen für die schwangere Frau erwartet wird, dann kann unter Umständen ein grosses Risiko für den Fötus eingegangen werden. Dabei kann das Risiko für den Fötus, bis hin zur Gefahr eines Aborts, unter Umständen als verhältnismässig beurteilt werden.“
Bei Forschungsprojekten ohne grossen direkten Nutzen für die schwangere Frau: „ Wenn der schwerste Schadensfall – ein durch einen Forschungseingriff provozierter Abort – mit einer äusserst geringen Wahrscheinlichkeit eintritt, so ist das Risiko für den Fötus insgesamt nach wie vor minimal. Demgegenüber umfasst der Begriff des minimalen Risikos z.B. bei Forschungsprojekten mit urteilsunfähigen Personen nicht deren Todesrisiko.“

Quelle beide Zitate: Botschaft zum HFG, S. 8117

 

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