Im Mai machte der Sonntags-Blick in zwei Artikeln publik, dass im Kanton Basel-Stadt nun fürs neue Schuljahr so genannte Sex-Koffer und -Boxen in den Kindergärten und Schulen verteilt werden, die Anschauungs- und Unterrichtsmaterial für den Aufklärungsunterricht enthalten. Dieser Unterricht ist nicht auf freiwilliger Basis, nein er ist obligatorischer Bestandteil des Stundenplanes, ohne Dispensationsmöglichkeit! Ganz wichtig sei etwa das Stichwort „Lust“. Die Kleinen sollen „erkennen, dass Berührungen an Körperstellen lustvoll sein können, erklärt Daniel Schneider, Konrektor Kindergarten und Mitverfasser des Leitfadens im Kanton Basel-Stadt (Sonntags-Blick, 22. Mai 2011). Mit diesen inhaltlich recht objektiven und kritisch ausleuchtenden Artikeln wurde das Thema auf einen Schlag in der breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Politiker in der Verantwortung

Gegen solche Trends haben nun engagierte Politiker und Interessenvertreter die Initiative ergriffen und eine Petition gegen die Sexualisierung der Volksschule gestartet. Zunächst greift die Petition die Tatsache auf, dass Fachgremien für den Bereich des Sexualkunde-Unterrichtes ideologisch einseitig gewichtetes Gedankengut zu Lehrplanmodellen gestalteten. Diese Modelle würden wohl am liebsten ohne weitere Diskussion an den politisch verantwortlichen Bildungsdirektoren vorbei in den Lehrplan 21 geschleust werden.

Basierend auf der „Gender“-Ideologie, die lehrt, dass das Geschlecht eines Menschen nicht mit der Geburt festgelegt, sondern frei wählbar und veränderbar sei, werden Lehren und Praktiken in den Unterricht eingebaut, die unseren christlichen Wertvorstellungen zutiefst widersprechen. Buben dürfen nicht einfach Buben sein und Mädchen dürfen nicht mehr Mädchen sein. Es lässt sich leicht daraus ableiten, dass mit solchen Vorstellungen die traditionelle Familie, bestehend aus Vater, Mutter und den leiblichen Kindern ausgehebelt wird. Unsere Bundesverfassung stellt aber die Familie unter ihren besonderen Schutz (Art. 14 und 41c). Somit wäre es auch die Aufgabe der Schulen, dies in ihrem Unterricht den heranwachsenden Staatsbürgern zu vermitteln.

Schutz des Kindes ist nicht mehr gewährleistet

Wenn Kinder im Schulunterricht mit pornographischem Material konfrontiert werden, das sie nicht verarbeiten können, wenn Unterrichtsmaterial die Schüler dazu auffordert, sexuelle Praktiken an sich und an Gleichaltrigen, gleich welchen Geschlechts, auszuprobieren, dann ist der Schutz des Kindes nicht mehr gewährleistet. Wenn dies dazu noch ein obligatorisches Pflichtfach wird, dann wird hier massiv in die Erziehungsverantwortung der Eltern eingegriffen. All dies gilt es, wo immer möglich, zu verhindern.

Die Petition wurde vom Komitee am 17. Juni 2011 in Bern den Medien vorgestellt. Zeitgleich liess die Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) mitteilen, dass alles nur halb so wild sei und die Lehrplaninhalte noch längst nicht entschieden seien. Was da vorläge, seien nur Empfehlungen. Auch Titus Bürgisser, Leiter des Kompetenzzentrums Sexualpädagogik der PHZ in Luzern, und damit eine der Schlüsselpersonen hinter den Lehrplanmodellen, wiegelt in derselben Art ab: „Das Zentrum gebe nur Empfehlungen ab“ (Tages-Anzeiger, 18. Juni 2011). Ein cft-Mitglied, das im März an einer Fachtagung des Kompetenzzentrums teilgenommen hat, erinnert sich jedoch, dass dort den anwesenden Pädagogen und Fachpersonen eindeutige Handlungsanleitungen und Anweisungen für den Unterricht, wie oben beschrieben, abgegeben wurden. Die Lehrpersonen wurden mehrfach aufgefordert, das oben skizzierte Gedankengut in die Klassenzimmer und in die pädagogischen Hochschulen zu tragen: alles andere also, als „nur Empfehlungen“. Zudem wurden Unterrichtsmaterialien empfohlen, welche die Grenzen zur Pornographie, ja teils sogar zur Pädophilie, überschritten.

Unterschreiben Sie

Unterschreiben Sie also die Petition noch heute! Machen Sie die Petition in Ihrem Freundes-, Berufs- oder Bekanntenkreis bekannt. Jedermann, ob Schweizer oder Ausländer, ob volljährig oder minderjährig, darf unterschreiben. Senden Sie die unterschriebenen Bogen frankiert an die umstehende Adresse. Je mehr Stimmen zusammen kommen, desto weniger können die verantwortlichen Politiker unseren Anliegen ausweichen.

Informiert bleiben!

 

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