Die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren und des homosexuellen Lebensstils schreitet weltweit voran. Man staunt, wie weit oben das Thema auf der politischen Agenda der Länder angesiedelt ist. Obwohl nur eine kleine Minderheit davon betroffen ist, wird es für eine Regierung heute fast zu einem Muss, die bestehende Ordnung in diesem Bereich anzupassen.

In der Schweiz hat der Nationalrat einer Änderung des Adoptionsrechts zugestimmt, welche erlaubt, dass in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft ein Teil das Kind des anderen adoptieren kann. Was der zweite leibliche Elternteil dazu zu sagen hat, wurde nicht thematisiert. Ebenfalls hat man nichts über die zukünftige Regelung des Sorgerechts für die betroffenen Kinder vernommen. Haben nun plötzlich drei Elternteile über die Zukunft eines Kindes das Sagen? Je nach Situation wird die Regelung noch einiges an Zündstoff und Konfliktpotential in sich bergen, welches die Gerichte beschäftigen wird. Ob dem so vielbeachteten Kindswohl hier genügend Rechnung getragen wird, ist ebenfalls fraglich.

Ende Februar verabschiedete der Genfer Kantonsrat eine Resolution, welche Homosexuellenfeindlichkeit unter Strafe stellen soll. Mittels einer Standesinitiative soll in der Bundesverfassung in Artikel 8 das Diskriminierungsverbot auf Homosexuelle ausgedehnt werden. Auch strebt der Rat eine Verschärfung der Rassismus-Strafnorm an. Homophobie soll demnach mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden. Sollte dieses Ansinnen durchkommen, müssten sich Prediger damit abfinden, dass sie im Gefängnis landen könnten, wenn sie Homosexualität als Sünde bezeichnen. Vielleicht reicht schon das öffentliche Vorlesen der Passagen aus Römer 1, wo Paulus über die Homosexualität schreibt, um als Straftäter vor Gericht zu landen.

Aber nicht nur in der Schweiz werden gegenwärtig die Wertestrukturen fleissig umgebaut. In Grossbritannien hat Premier Cameron die Anerkennung der Homo-Ehe im Parlament durchgebracht, die Abgeordneten der Liberalen und von Labor stimmten einem entsprechenden Gesetzesartikel zu. Die Mehrheit seiner konservativen Abgeordneten verweigerte dem Premierminister jedoch die Zustimmung zum Gesetz. Selbst der Erzbischof von Canterbury warnte vor unvorhersehbaren Folgen.

In Deutschland will die Regierung gleichgeschlechtliche Paare in Steuerfragen dem Status der Ehepaare angleichen. So sollen homosexuelle Paare das sogenannte „Ehegattensplitting“ auch für sich nützen können, wie die FAZ am 25.02. berichtete. Dagegen regt sich Widerstand in weiten Kreisen der CDU und CSU.

In Polen macht sich Ministerpräsident Donald Tusk im Parlament für die Einführung einer Lebenspartnerschaft stark. In seiner eigenen Fraktion bekommt er jedoch, gemäss einem Artikel der FAZ vom 24.02., heftigen Widerstand zu spüren. Eine Mehrheit der polnischen Bevölkerung sei gegen eine Homo-Ehe.

Auch in den USA soll das oberste Gericht nächstens über die Verfassungsmässigkeit des „Defense of Marriage Act“ entscheiden. Das Gesetz wurde, wie die NZZ vom 7. März schreibt, vom republikanisch dominierten Kongress 1996 verabschiedet und von Präsident Clinton unterzeichnet. Es bestimmt, dass die Ehe ausschliesslich ein Bund von Mann und Frau sei und, so die NZZ: „verbietet nationalen Behörden, in amerikanischen Gliedstaaten geschlossenen Homo-Ehen anzuerkennen.“ Sollte das Gericht das Gesetz aufheben, hätten gleichgeschlechtliche Paare in Steuer- und Rentenfragen Anrecht auf die gleiche Behandlung wie Ehepaare. Auch auf das Aufenthaltsrecht von ausländischen Staatsbürgern hätte dies einen Einfluss.

In Frankreich ist das Vorhaben von Präsident Hollande, die Homo-Ehe zu legalisieren und gleichgeschlechtlichen Paaren die Adoption von Kindern zu ermöglichen, auf grossen Widerstand im Volk gestossen. Am 13. Januar versammelte sich eine selten grosse Menschenmenge in den Strassen von Paris, um gegen das Vorhaben die Stimme zu erheben. „Un père, une mère, c’est élémentaire!“ war einer von vielen Slogans, der von den mehr als 800.000 Versammelten - einige Schätzungen sprachen von mehr als einer Million - gerufen wurde. Trotz der massiven Proteste stimmte die sozialistisch dominierte Nationalversammlung der Vorlage zu. Doch die Gegner gaben sich deshalb nicht geschlagen. Für den 24. April wurde zu einer zweiten Kundgebung in Paris aufgerufen. Wiederum versammelten sich gemäss Angaben der Organisatoren 1.4 Mio. Menschen, um den Politkern nochmals das Missbehagen im Volk zu verdeutlichen. Es ist zu hoffen, dass die zweite Kammer, der Senat, der die Gesetzesvorlage noch behandeln muss, das Gesetz ablehnt.

Es scheint, als treibe ein Geist die verantwortlichen Politiker in den verschiedenen Ländern in eine Richtung. Die Entwicklung lässt aufhorchen. Man bekommt den Eindruck, als werde das Wort aus Römer 1: 28b Realität: „Gott [hat] sie ihrem Verstand preisgegeben, der zu keinem vernünftigen Urteil mehr fähig ist, sodass sie Dinge tun, die sie nie tun dürften“ (Neue Genfer Übersetzung). Wenn auch Gefängnis und Verfolgung drohen, dürfen wir die Wahrheit aus Gottes Wort nicht verleugnen. Auf der Anerkennung des homosexuellen Lebensstils liegt kein Segen. Hingegen verstösst Gott keinen Menschen, der umkehrt und seine Sünde lässt.

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