Zurzeit laufen verschiedene Vorpremieren des Filmes „Virgin Tales“ (Jungfrauen-Erzählungen) der Schweizer Regisseurin Mirjam von Arx mit anschliessenden Podiumsdiskussionen in einigen Kinos.

Die erste fand am 3 Juni 2012 - am Vatertag – in Zürich im Kino Riff Raff statt. Die Regisseurin begleitete mit ihrem Team die Familie Wilson aus Colorado Springs während zwei Jahren. Die Wilsons sind evangelikale Christen, die sich für die sexuelle Reinheit der Jungend einsetzen und diese auch leben. Für sie gehört Sex in die Ehe. Braut und Bräutigam geben sich nach der Trauung den ersten Kuss.

Der sehr nüchtern gehaltene Film zeigt, wie sich die Töchter der Familie mit dem Thema Ehe und Eheleben auseinandersetzen und auf ihren Traummann warten, für den sie sich aufsparen. Man darf der Regisseurin von Arx ein Kompliment machen, weil sie in ihrem Film keine negative Wertung über diesen Lebensstil abgibt. Sie dokumentiert und stellt durchaus kritische Fragen. Es war zu spüren wie sehr die Zuschauer, die diesen Lebensstil nicht zugetan sind, aufgewühlt wurden und sich nach der Vorstellung erst wieder finden mussten. Das Gesehene berührt.

Randy und Lisa Wilson starteten in den USA die Purity-Balls, Bälle, an dem die Väter versprechen, die Reinheit und Integrität ihrer Töchter zu beschützen und als Väter und Ehemänner selbst ein reines Leben zu führen. Die Bälle erfreuen sich regen Anklangs. In Europa fanden sich in Finnland die ersten Nachahmer dieser Idee.

Der Film bringt ausserdem den Respekt, den sich Eltern und Kinder gegenseitig entgegenbringen deutlich zum Vorschein. Es ist rührend zu sehen, wie der 14-jährige Sohn sehr spontan seinen Schwestern und den Eltern für ihr Vorbild dankt. Er bringt zum Ausdruck, wie sehr ihn das motiviert, selbst so zu leben.

In der Podiumsdiskussion wurde Mirjam von Arx gefragt, ob sich die Familie nur vor der Kamera so harmonisch gebe. Sie bestätigte, dass die Wilsons auch sonst so miteinander umgingen und es keine gespielte Show sei.
Natürlich zeigt der Film eine uns Europäern eher befremdende Kultur. Doch darf die Wirkung von solchen Menschen nicht unterschätzt werden, die sich bewusst hinter diese Werte stellen. Sie leben überzeugend vor, dass dies ein Grundstein für eine gesunde Nation ist und der Segen Gottes darauf ruht.

Ebenfalls fand im Podium dieser Stil „kein Sex vor der Ehe“ im ehemaligen Snowboarder Jörg Walcher einen glühenden Verfechter. Sehr freimütig erzählte er von seinem ausschweifenden Leben als Jugendlicher, das aber durch das Wirken Gottes eine 180-Grad-Wende erfuhr. In einem Gottesdienst, den er besuchte, bat er ernstlich, dass Gott sich ihm offenbare. Er erlebte spürbar die überwältigende Liebe Gottes. Durch die Begleitung eines Christen erfuhr er, dass Jesus sein ausschweifendes Leben mit anderen Mädchen vergeben und auch seine Gedankenwelt reinigen würde. So konnte er ohne diese Bilder aus vergangenen Beziehungen die Frau heiraten, die Gott für ihn bereithielt.

Jungfräulichkeit – ein Thema in den Medien

Das Thema Jungfräulichkeit wurde auch von den Schweizer Medien aufgenommen. Einige Interviews mit jungen Menschen, die diese Werte leben, waren in diversen Zeitungen zu lesen. In einer „Doppelpunkt“-Sendung von Radio DRS 1 kam ein junges Ehepaar, welches keinen Kontakt vor der Hochzeit pflegte, ausgiebig zu Wort. Es ist sehr ermutigend, wenn junge Menschen Werte aufnehmen und leben, die eigentlich für Christen ein fester Bestandteil sein sollten.

Jungfräulichkeit und Reinheit ziehen sich wie ein Faden durch die ganze Bibel. Es ist ein Geschenk des Schöpfers, das er einem Menschen anvertraut und das ihn kostbar macht. Es ist deshalb nicht verwunderlich, wenn sich Widerstand regt, der diese Werte rauben und zerstören will.

So erscheint einem die Begebenheit des ersten Zusammentreffens von Isaak und Rebekka in einem neuen Licht. Rebekka war bereit, dem Diener Abrahams zu folgen, der sie als Braut für den Sohn seines Herrn ausgesucht hatte. Als sie sich das erste Mal begegneten, bedeckte Rebekka ihr Angesicht. Die Braut mit einem Schleier – ein Bild der Reinheit.

Der Apostel Paulus eiferte um die Gemeinde in Korinth wie um eine Jungfrau, die er dem Bräutigam, Jesus, als eine reine Jungfrau übergeben wollte

Wie sehr einen auch Reinheitsbälle in den USA befremden möchten, ist doch dem Motiv der Teilnehmer grosser Respekt zu zollen. Väter sind bereit, viel Geld für Kleider und Essen in einem teuren Hotel für ihre Töchter auszugeben. Es ist ein Zeichen der Wertschätzung, das sie geben. Ihr Versprechen, die Reinheit und Integrität ihrer Töchter zu beschützen und ihnen mit Respekt zu begegnen, ist sehr achtungswürdig.

Wenn diese Werte in unseren Familien wieder auf den Leuchter gestellt und gelebt werden, ist Hoffnung für unser Land vorhanden. Deshalb verdienen junge Menschen, die dies leben möchten, alle Unterstützung. Die Bewegung „Young and Precious“ setzt sich sehr für die Werte „Reinheit“, „Integrität“ und „Respekt“ ein. Oft ringt es in der heutigen Zeit nur ein mitleidiges Lächeln ab. Doch die Kraft und Lebensfreude, welche aus dem Leben dieser jungen Menschen strömt, ist erstaunlich – ja ansteckend – und zur Nachahmung empfohlen.

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