Die Familien-Initiative der SVP wird am 24. November dem Volk zur Abstimmung vorgelegt. Ziel der Initiative ist die steuerliche Gleichstellung von Eltern, die Kinder selber betreuen mit Eltern, welche ihre Kinder in Krippen, Horten oder ähnlichen Einrichtungen von Dritten betreuen lassen.

In der Herbstsession 2009 hat das Parlament entschieden, dass Eltern die nachgewiesenen Kosten für die Drittbetreuung ihrer Kinder bis höchstens Fr. 10‘000 vom steuerbaren Abkommen abziehen können. Dadurch werden Eltern benachteiligt, die ihre Kinder selber erziehen. Hier will die Initiative den Hebel ansetzen.

Der Verfassungstext soll durch den Passus ergänzt werden: „Eltern, die ihre Kinder selber betreuen, muss für die Kinderbetreuung mindestens ein gleich hoher Steuerabzug gewährt werden wie Eltern, die ihre Kinder fremdbetreuen lassen.“

Das Anliegen ist zu unterstützen, kommt es doch Eltern zugute, welche selbst die Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder übernehmen möchten. Dadurch werden auch die Autonomie und die Selbstverantwortung der Eltern gestützt. Der Ausspruch von Jeremias Gotthelf: „Im Haus muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland“, trifft dieses Anliegen.

Die Gegnerschaft moniert, dass die Initiative das traditionelle Familienbild zementieren wolle. Demgegenüber ist aber festzuhalten, dass wohl eine der wichtigsten Aufgaben in einer funktionierenden Gesellschaft die Erziehung der Kinder ist. Sie sind unsere Zukunft. Erziehungsversäumnisse in der Jugend können nur schwer nachgeholt werden. Vor allem bezahlen die betroffenen Kinder den Preis, weil sie dadurch ihre Gaben nicht so ausschöpfen können, wie es möglich wäre. Die Folgen trägt die Gesellschaft, welche Probleme zu lösen hat, die durch eine gute Erziehung zu vermeiden gewesen wären.

Die Familie ist für Christen eine von Gott geschaffene Institution, welche als kleinste Gemeinschaft die Basis für ein Volk darstellt. Darum war es schon zu alttestamentlichen Zeiten Auftrag der Eltern, den Kindern von Gottes besonderen Wegen mit seinem Volk zu erzählen. Das ist auch heute nicht anders. Christliche Werte werden zuerst im Elternhaus weitergegeben und gelebt.

Deshalb darf die Erziehungsverantwortung nicht an den Staat delegiert werden. Der Staat hat Rahmenbedingungen zu gestalten, welche Familienstrukturen fördern. Die Initiative möchte einen Beitrag dazu leisten.

Die Gleichstellung der Selbstbetreuung mit der Fremdbetreuung ist auch eine Wertschätzung der Arbeit von Eltern, die ihre Verantwortung wahrnehmen. Dies ist meist gepaart mit dem Verzicht eines Elternteils auf ein zusätzliches Einkommen oder auf eine berufliche Karriere. Oft bringen Mütter dieses Opfer und leisten damit einen unbezahlbaren Beitrag an unsere Gesellschaft.

Darum ist das Anliegen der Familieninitiative mit einer „Ja“-Stimme am 24. November zu unterstützen.

Informiert bleiben!

 

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