Alle wissen es, im Juni 2010 wird die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft gegen Spanien kicken. Nun wird trainiert - denn die Schweizer wollen weiterkommen, alle fiebern mit und einige reisen vielleicht sogar nach Südafrika um selber live dabei zu sein.

Doch die Zeitungen in Südafrika berichten noch über eine andere, äusserst tragische Angelegenheit, welche uns Schweizer ebenso interessierten sollte: Es handelt sich um das Problem der Prostitution während des Worldcups. Junge Menschen in Südafrika haben deswegen eine Organisation – Concerned Young People South Afrika (CYP) – gegründet. Sie wollen die Öffentlichkeit für die Problematik der Prostitution sensibilisieren. „Wenn das Werben für die Prostitution so weitergeht, wie bis jetzt, dann droht Südafrika eine Katastrophe“, schreiben sie in ihren Informationspublikationen.

Prostitution ist in Südafrika noch illegal. Kriminelle Netzwerke organisieren das menschenverachtende Geschäft mit Frauenhandel und Zuhälterei. Seit gut zwei Jahren bekämpfen sich verschiedene Gruppierungen, die einen sind für die Legalisierung, die anderen dagegen. Die Befürworter argumentieren fadenscheinig, dass sich die Prostituierten nicht gegen Kunden wehren könnten, solange ihre „Arbeit“ illegal sei. Die Frauen bräuchten einen legalen Status, um ihre Gesundheit zu schützen und ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Die Argumente wirken lächerlich angesichts der Tatsache, dass auch in Ländern mit legalisierter Prostitution (wie leider auch in der Schweiz) weiterhin Frauenhandel, Missbrauch und Zuhälterei betrieben wird. CYP sieht in der Prostitution eine neue Form der Sklaverei. Sie haben herausgefunden, dass momentan regelrecht Werbung gemacht wird, vor allem bei den schwarzen Mädchen in ländlichen Gegenden. Es wird ihnen eine gut bezahlte Arbeit versprochen (1). Bereits kam der Vorschlag von Seiten des Erziehungsdepartements, während des Worldcups die Schulen zu schliessen (2). Die Absicht ist klar, denn wegen der hohen HIV-Rate in Südafrika müssen ganz junge Mädchen zu Verfügung gestellt werden.

CYP ruft uns auf, die südafrikanische Regierung zu Gegenmassnahmen zu bewegen. In Schulen für Prostitution zu werben ist ein Verbrechen! Weitere Informationen finden Sie unter: www.preciousyouth.org.za

 

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